Meine Reise 0
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Mit einem grünen Gürtel umgeben...

Die Waldgebiete von Seltz und Niederroedern, waren schon bereits für die Kelten wichtige Orte, sowie der Spiral Forst von Kesseldorf, sind alle geeignete Ziele für lange Spaziergänge – nicht weit. Am Boden des Seltzbachtales rauscht der Seltzbach unter dem Forst, um der Sauer zu folgen, die sich(im alten Flussbett des Rheines) von Seltz nach Munchhausen windet.

©    Diese Wälder bilden zusammen mit den Wäldern von
    Mothern und Beinheim einen richtigen Grüngürtel, das
    perfekte Refugium für die Wildfauna und insbesondere
    für Arten, die auf Feuchtgebiete angewiesen sind 
    (Enten, Stelzvögel, Kröten …). Diese Waldgebiete 
    werden jetzt verwaltet, um dieses natürliche Erbe zu 
    bewahren und damit der aufmerksame Wanderer
    diesen Reichtum entdecken kann.Höhepunkt dieser
    bemerkenswerten Gebiete ist das Naturschutzgebiet
    des Sauer-Deltas, wo der Besucher einen bunten Mix
    aus Röhricht, Auwald, Schwemmlandwiesen usw. erkunden kann. Dieses geschützte Gebiet bietet ihm die Chance, sich in die Rheinlandschaften von früher zurückzuversetzen und sich vorzustellen, wie die Fischer damals auf ihren Flachkähnen arbeiteten. Eine andere Besonderheit der Natur erwartet den Wanderer: die Kopfweide, der typische Baum der Rheinwälder. Nach dem regelmäßigen Schneiden, das früher den Rohstoff für die Anfertigung von Holzschuhen, Körben und anderen Fischreusen lieferte, bevölkern Bäume in den fantastischsten Formen diese Wälder, geformt von Generationen über Generationen. Hübsche Exemplare finden sich im Wald der Gemeinde Mothern.
 

Die vielfältige Tier-und Pflanzenwelt

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Was die Tierwelt betrifft, kann man so seltene Amphibien finden wie die braune Kröte oder den grünen Laubfrosch. Auch die Vogelwelt ist sehr vielfältig mit Sperlingsvögeln wie Blaukehlchen oder Sumpf-Grasmücken (z.B. Rohrsänger). Im Winter  trifft man im Delta Zugvögel an wie Krickenten, Spießenten, den selteneren Zwergsäger oder bestimmte Stelzvögel wie den großen Silberreiher. Im Bereich der Pflanzenwelt kann man hier einige seltene und geschützte Arten wiederfinden. So das raue Veilchen, die Sumpf-Wolfsmilch, einige Orchideen, den breitblättrigen Sumpfwurz oder die Berg-Breitkölbchen, aber darüber hinaus auch Schlingpflanzen, denen der Rheinwald seinen Spitznamen „Dschungel“ verdankt.

Und es gibt noch mehr Sehenswertes für das sich ein Abstecher lohnt, z.B. der Woert von Seltz. Das ist eine ehemalige Rheinschleife mit einem bemerkenswerten Zusammenleben verschiedener Pflanzen, und zwar solcher, die Böden mittleren Feuchtigkeitsgrades bevorzugen und ebenso jener, die trocken Standorten angepasst sind (Mesophyten und Xerophyten): wie die aufrechte Trespe, der Weißdorn einige Orchideen und Sommerwurze ; aus ökologischer Sicht sind diese Gebiete äußerst interessant.

 

 Ein toter Alt-Rhein Arm, der Rheinschlut

In früheren Zeiten verlief das Flussbett des Rheines in großen Schleifen, die sich von einem Jahr zum anderen verändern konnten. Nach seiner Schiffbarmachung haben sich in den zahlreichen stillgelegten Armen einzigartige Biotope gebildet. Eines davon ist der Aspenkopf von Beinheim. Mit der Zeit ist er verschlammt und fing an seine Reichtümer an Pflanzen, Tieren und Fischen zu verlieren. .In einer großen Restaurierungsaktion ist es gelungen Wasser vom Rhein zu entnehmen, das Hauptflußbett zu entschlammen und die Grundwasserquellen frei zu legen. Man schuf eine Strömung und ließ wiederholt in diesen Bereich die Flusslaufverschiebungen zu. So konnte der Mensch zur größten Freude der Naturforscher, aber vor allem der Bewohnerdieser Gegend, nämlich den Tieren, Fischen und Pflanzen, das Biotop wieder zum Leben erwecken.